Holz Terassenbau

"Der Weg ist das Gelände"

Trasseebau

Meine LGB-Gartenbahnanlage besteht seit 1984. Die Hauptstrecke ist zur Zeit 140 m lang und überwindet eine Höhendifferenz von 330 cm. Die maximale Steigung beträgt 45 Promille. Die Anlage wird ständig erneuert, ausgebaut und erweitert. Die Streckenführung wurde in das natürliche Gelände hineinprojektiert und -gebaut. Für die Erstellung des Gleiskörpers habe ich verschiedene Methoden angewendet.

Holzbauweise

Zur einfachen und schnellen Herstellung eines Trassees kann die Holzbauweise angewendet werden. Als Unterlage für die Geleise dienen 25 mm dicke und 14-18 cm breite Holzbretter. Für eine längere Haltbarkeit können diese mit einem Holzimprägnierungsmittel behandelt werden. Die Bretter werden in der entsprechenden Länge auf 30-60 cm lange Holzpfähle aufgenagelt. Die Pfähle mit einem Querschnitt von 4x2 cm, 6x6 cm oder auch runde Pfähle können im ebenen oder steilen Gelände einfach in den Boden geschlagen werden. (Foto oben) Die Pfahlbauweise hat den Vorteil, dass es kaum Trasseeveränderungen infolge von Frosteinwirkung gibt. Für die Kurven und Verzweigungen können die Bretter mit einer Stichsäge entsprechend dem Radius ausgesägt, oder einzelne, kurze Stücke aneinandergefügt werden. (Foto rechts) Wenn die Bretter verlegt sind, können die Geleise darauf gelegt, und wenn nötig mit Nägeln befestigt werden. Für die Stromversorgung der Geleise und Weichen wird unter die Bretter ein Kunststoffrohr verlegt, in das die notwendigen Kabel eingezogen werden können.

Mit Steinen, Humus und Rasenziegel kann das Gelände neben dem Trassee aufgebaut werden. Im steilen Gelände eignen sich Rasengittersteine, die schräg unter das Trassee gestellt werden. Die Öffnungen werden mit Humus gefüllt und können mit Kleinpflanzen bestückt werden. (Foto rechts unten)

Wenn die Geleise eingeschottert werden sollen, kann auf der Seite der Holzbretter ein Kunststoffband oder eine Holzleiste befestigt werden. Als Schotter dient Stras-sensplitt mit einer Korngrösse von 3 bis 5 mm. Der seitliche Rand verhindert, dass das Gras hineinwachsen und der Schotter weggeschwemmt werden kann.

Diese Bauweise hat den Nachteil, dass in zwei bis drei Jahren die Holzbretter und Pfähle morsch werden und ersetzt werden müssen. Mit der Holztrassierung kann schnell eine Linie im Gelände festgelegt werden, die Geleise können verlegt werden und der Fahrbetrieb kann aufgenommen werden. Für den Einbau von Betonelementen, die später beschrieben werden, und den Weiterausbau können die genauen Masse gemessen und die Elemente entsprechend angefertigt werden.

Text/Fotos: Peter Hauswirth, Frutigen (Die Bauvorschläge werden fortgesetzt.)

Anm.: Trassee ist der in der Schweiz üblicherweise für den Bahnkörper bzw. Bahndamm verwendete Ausdruck.